„Wer kein Ziel hat, verliert sich im Nebel. Mein Wahlprogramm: Damit Politik in Neuburg wieder messbar wird.“
Fast 90 % der Steuereinnahmen stammen aus der Gewerbesteuer und dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.
Die Gewerbesteuer schwankt extrem – der Einkommensteueranteil steigt konstant.
Für den Einkommensteueranteil zählt ausschließlich, wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Neuburg wohnen. Es ist völlig egal, wo diese Menschen arbeiten (Beschäftigte Wohnort)
Quelle für alle Statistiken: Statistik Kommunal 2025
In der kommunalpolitischen Diskussion wird häufig davon gesprochen, dass Gewerbegebiete die wichtigste Einnahmequelle einer Gemeinde seien. Die tatsächlichen Zahlen aus Neuburg am Inn zeigen ein anderes Bild.
Bei den zwei wichtigsten Steuerquellen hat der Anteil an der Einkommensteuer mit ca. 3 Mio. Euro pro Jahr eine immer größere Bedeutung erlangt. Die durchschnittliche Einnahme aus der Gewerbesteuer (netto) beträgt in den letzten Jahren ca. 2,5 Mio. Euro. Anmerkung: Von den Bruttoeinnahmen der Gewerbesteuer wird die Gewerbesteuerumlage abgezogen.
Was viele übersehen: Entscheidend ist der Wohnort, nicht der Arbeitsort. Für den Einkommensteueranteil zählt ausschließlich, wie viele sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Neuburg wohnen. Es ist völlig egal, wo diese Menschen arbeiten.
Das bedeutet:
Neuburg profitiert finanziell davon, dass viele Einwohner außerhalb der Gemeinde arbeiten.
Neuburg ist statistisch eindeutig eine Pendlergemeinde. Im Jahr 2020 nahm die Gemeinde für 1.716 Beschäftigte 2.551.000 Euro Anteil an der Einkommensteuer ein. 2024 waren es 3.094.000 Euro für 1.827 Beschäftigte. Nur 111 zusätzliche Beschäftigte am Wohnort haben zu über 540.000 € Mehreinnahmen pro Jahr geführt.
Das entspricht rund 5.000 Euro pro zusätzlichem Einwohner mit Arbeitsplatz – jedes Jahr, dauerhaft, ohne Risiko.
Im Vergleich dazu die Gewerbesteuer: Sie schwankt extrem und erreicht einen Durchschnittswert von 2.500.000 Euro pro Jahr. Schwankungen um den Faktor 2 bis 2,5 sind keine verlässliche Grundlage für strategische Planung.
Die finanzielle Logik ist eindeutig.
Für Neuburg gilt:
Der Arbeitsplatz in Neuburg ist zweitrangig.
Der Wohnsitz in Neuburg ist erstrangig.
Denn nur der Wohnsitz erzeugt den stabilen, planbaren und wachsenden Einkommensteueranteil.
Wohnraum schaffen
Lebensqualität steigern
Zuzug ermöglichen
Zahl der Beschäftigten am Wohnort erhöhen
Einkommensteueranteil steigern
Gewerbe sinnvoll und maßvoll entwickeln
Gewerbe ist wichtig. Aber es ist nicht das Fundament der Gemeindefinanzen.